Hallo Zusammen,
der Oktober kam und ging, es wurde also November und damit mal wieder Zeit für Klaus seine Koffer zu packen (mit fast mehr Sachen für mich, als für Ihn???) und in den Flieger zu steigen. Fast zeitgleich war es also auch für mich soweit mich Richtung Flughafen aufzumachen, um pünktlich zu seiner Ankunft am Ausgang mit offenen Armen auf Ihn zu warten. Langer Rede kurzer Sinn, hat wie immer alles gut geklappt und schwups waren wir auch schon auf dem Weg zurück nach Bournemouth und der Donnerstag war damit auch schon wieder vorbei.
Nach gemütlichem gemeinsamen Frühstück (oh man, wie ich das sonst vermisse!!!) machten wir uns also auf, um in den New Forest zu fahren. Genau, das Naturschutzgebiet bei mir gleich um die Ecke. Zu Beginn machten wir uns also erst nach Lyndhurst auf, um dem Information Centre einen kurzen Besuch abzustatten, damit wir unser geplantes Wanderziel die 600 Jahre alte Knightwood Oak ausmachen konnten. Frisch bepackt mit einem schönen New Forest Plan machten wir uns also auf zu dem Parkplatz von dem die „Wanderung“ beginnen sollte. Warum ich Wanderung in Anführungszeichen setze? Ja, Wanderung ist hierfür vielleicht etwas übertrieben, denn von dem beschriebenen Parkplatz dauerte es keine 5 min und wir standen vor der gesuchten Eiche mit einem Umfang von rund sieben Metern. Diese soll die älteste und größte Eiche Englands sein. Zu unserer Enttäuschung war diese jedoch mit einem klapprigen alten Zaun umrundet und somit kann man die wahre Größe auf den Bildern nicht so gut erkennen.
Aber damit gaben wir uns natürlich nicht zufrieden, somit studierten wir also den Plan erneut und fanden ein weiteres Highlight: Bolderwood. Dort sollte es eine Reh Aussichtsplattform geben und das auch noch keine 10 min von unserem momentan Standpunkt aus entfernt. Bedingt durch die immer wieder kurzen Schauer, waren wir nicht wirklich überrascht keine Rehe/Hirsche von der Plattform aus zu sehen und machten uns also auf, einem dort vorhandenen Wanderwegen zu folgen. Nach ca. der hälfte unseres Weges wurden wir dann doch noch von einer ziemlich großen Herde und einem Teil davon mitten auf unserm Weg überrascht. Die Tiere waren natürlich trotzdem sehr scheu und sind schwups natürlich wieder schnell in ihr nicht weit entferntes Gehege geflüchtet. Mich hat besonders einer der weißen Hirsche beeindruckt, wenn Ihr auf den Bildern genau hinseht, könnte ihr ihn auch erkennen.
Die Zeit war natürlich schnell verrannt und für unserer eigentliches zweites Ziel
Aber damit wurde es auch schon wieder Zeit, denn die einstündige Führung lies uns nicht mehr viel Zeit. Zum einen wollten wir noch kurz durch die Läden flanieren und zum anderen wollten wir um spätesten 19h zurück in Bournemouth sein, um an einem der großen Guy Fawks Feuerwerke teilzuhaben. Zu unserer Überraschung schien inmitten des Einkaufszentrums gerade ein französischer (unserer Vermutung nach) Markt statt zu finden, welcher uns das schlendern natürlich noch etwas mehr "versüßte". Aber auch hier verrannte die Zeit und wir mussten aufbrechen. Auf dem Heimweg überkam uns leider ziemlich starker Regen, der uns aber natürlich nicht davon abhielt trotzdem zu dem geplanten Feuerwerk zu fahren. Dort angekommen war es eigentlich unglaublich wie viele Menschen trotz des strömenden Regens sich dort tummelten. Dementsprechend schwierig war es natürlich einen Parkplatz zu bekommen und nachdem wir halb nass am Eingang eine riesige Schlange vorfanden jedoch der Großteil der Attraktionen nicht überdacht war, entschieden wir uns dafür das gerade beginnende Feuerwerk von außen auf uns wirken zu lassen und dann doch lieber nach Hause zu fahren. Die folgenden 15 bis 20 min ließen unsere nässe Lage natürlich trotz Regenschirm nicht wirklich besser werden und somit war zumindest ich (mit meiner nicht regendichten Jacke) von hinten schon bis auf die Unterhose nass. Was natürlich das Feuerwerk in keinem Maße schmälert – muss man den Briten wirklich lassen, Feuerwerke sind einfach ihr Ding. Auf dem Rückweg zum Auto hatten wir noch einen netten Zwischenfall mit einer großen Wasserpfütze und einem nicht gerade rücksichtsvollem Autofahrer, was am Ende also bedeutete, dass wir nun total von oben bis unten und hinten bis vorne nass waren. Somit endete dieser Abend mit auswringen der tropfnassen Sachen sowie aufwärmen und trocknen, wieder auf der Couch, da uns bei dem Wetter dann doch die Lust vergangen war.
Schwubs war also schon der Sonntag gekommen und nach ein bisschen hin und her überlegen hatten wir uns wegen des trockenen und doch relativ schönen Tages für Lulworth Cove und Durdel Door entschieden. Wem der Name bekannt vorkommt, der braucht sich nicht wundern, denn Lulworth Cove war damals (hujuhujuhuju - DAMALS - ) mein erstes Ausflugsziel. Wer sich nicht mehr so genau erinnern kann, Lulworth Cove ist die fast kreisrunde Bucht und das Durdle Door ist ein malerisch verwittertes Felstor, das ins Meer ragt. Also ich vor ca. 25 Wochen dort war, hatte ich beschlossen, nach dem steilen Aufstieg, dass ich den Weg zur Felsbrücke mit einem meiner Besucher gehen werde (denn schon bei meinem ersten Besuch war ich überzeugt, dass ich gerne noch mal hierher kommen möchte). Somit hieß es also für uns ab auf den Weg nach oben. Schon kurz nachdem wir das Auto verlassen hatten, war es deutlich zu spüren, dass der Wind es in sich hatte. Worauf wir jedoch nicht vorbereitet waren, dass es hieß: herzlich Willkommen zu Ihren ersten Flugstunden ohne fremde Hilfe. Wir mussten also nicht nur gegen den Gegenwind ankämpfen, sonder uns auch darauf konzentrieren, dass unsere Körper auch das machten, was wir wollten und nicht weggeweht wurden. Nach einem somit also nicht ganz so einfachem Berg auf und anschließendem Berg ab wurden wir dann jedoch ausgiebig belohnt. Der Ausblick war einfach gigantisch, das Durdle Door genial, genau wie die Kalksteinklippen Drumherum, der Strand.... ach einfach Alles!!! Da wir die Augen nicht von unserer Umgebung lassen konnten, verbrachte wir eine ganze Weile sitzend auf einem Ausläufer der Klippen und betrachteten einfach nur das tosende Meer direkt vor uns. Auf unserem Rückweg hatten wir dann glücklicherweise Rückenwind, was aber natürlich dazu führte, dass wir aufpassen mussten, dass wir nicht davonfliegen *lach*. Nach einer kurzen Stärkung im Auto machen wir uns also auf den kurzen Weg, um einen besseren Blick auf das Cove werfen zu können. Wie man auf den Bildern ziemlich gut erkennen kann, war es gar nicht einfach gerade zu stehen (Nein, normalerweise stehe ich nicht so krumm da und halte mich am Geländer fest...) Hätte ich damals schon gewusst was ich gigantisches verpasse, hätte ich natürlich nicht umgedreht, aber ... !!!!
Zum Abendessen machen wir uns diesmal nach Bournemouth City auf und nach ein bisschen umschauen entschieden wir uns für einen "Australier". Dort hat Klaus sein erstes Känguru Steak gegessen wären wir auf keine Ahnung wie vielen Bildschirmen uns kaum zwischen Musikvideoklipp, Rugby und so einigem mehr entscheiden konnten. Zum Abschluss wechselten wir dann noch die Lokation um unverhofft bei einem der doch üblichen "Pub-Spiele-Abende" teil zu haben. Genau gesagt, war an diesem Abend im O´Neils ein Playstation Gittarenkontest auf Großbildleinwand, bei dem sogar einige wirklich Talentierte dabei waren. Als es dann an der Bar hieß, dass nichts mehr ausgeschenkt wird, war dann auch klar, dass dieser Tag somit vorbei war... *lach*
Die Abreise stand also wieder vor der Tür und somit auch die Fahrt nach Stansted. Bedingt durch heftigen regen, mussten wir unsere Pläne also etwas einschränken und beschlossen uns in der Nähe des Flughafens einen Ort mit Einkaufszentrum zu suchen, um dort noch etwas zu shoppen. Da Regen bekanntlich die Verkehrslage nicht besser werden lässt, fanden wir uns also deutlich später als normal und ca. eine halbe Stunde vor Ladenschluss in Harlow in einem Einkaufszentrum wieder. Nachdem die Geschäfte jedoch alle nach und nach zumachten, suchten wir uns auf dem Weg Richtung Ziel einen Pub und machten es uns dort für die letzten 45min gemütlich. Ich bin wirklich immer wieder begeistert, was für eine gemütliche Atmosphäre doch englische Pubs haben... Tja, aber dann war es also wieder soweit, wir ließen das Wochenende noch mal kurz vor unserem inneren Auge vorbeiziehen, stellten fest, dass es trotz des nicht ganz so schönen Wetter doch wieder ein super schönes Wochenende war und machten uns auf. Der Abschied war wie immer nicht leicht, aber ohne Abschied kann man sich auch nicht auf den nächsten Besuchstermin freuen...
Wie immer sind die natürlich auch schon im Onlinealbum zu finden (sowie ein kleines Vidoe mit einem Einblick was tosendes Meer bedeutet...) also viel Spaß… ;)

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