Donnerstag, 18. Dezember 2008

Weihnachten!!!

Hallo Zusammen,

der Countdown läuft! Wir steuern stark auf den 4. Advent zu, es sind nur noch 6 Tage bis zum Heiligen Abend und nur noch 2 Tage bis es für mich wieder heißt: Deutschland ich komme!
Um sicherzustellen, dass mir die Zeit in all der Vorbereitungshektik nicht davonrennt...

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Wünsche ich auf diesem Wege frohe Festtage, Zeit zur Entspannung, Besinnung auf die wirklich wichtigen Dinge und dazu viele Lichtblicke im kommenden Jahr!
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For you:

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freuen und zu lachen
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit, nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit, nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrigbleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, die Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

LG
Stephi

Sonntag, 7. Dezember 2008

Bristol: 28. - 30.11.08

Hallo Zusammen,

nach einer ziemlich stressigen Arbeitswoche, wollte ich es mir nicht nehmen lassen und die kurze Zeit vor Weihnachten noch ausnutzen und entschied mich einen weiteren längst überfälligen "Kurztrip" zu machen. Ein weiteres Mal zog es mich in das doch sehr ansehnliche Christchurch. Dort wartete auf mich, die im 11. Jahrhundert begonnene Pfarrkirche, die von ihren Dimensionen her schon fast an eine Kathedrale erinnert. Nach bezahlen meiner sogenannten "Spende" begutachtete ich also die verschiedensten Bauarten von sogenanntem romanischen Stil bis hin zu englischer Spätgotik sowie ein Taufbecken aus Purbeck Marmor und so einiges mehr. Leider hatte ich das Pech, dass es während meiner Besichtigung zu regnen begonnen und ich somit an keiner Führung auf den Turm mehr teilnehmen konnte. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, schließlich ist es ja gleich bei mir um die Ecke *lach*.

Die Hauptattraktion an diesem Wochenende sollte jedoch am Sonntag stattfinden, denn da machte ich mich auf die 2,5 h Fahrt nach Bristol. Vorbei an Salisbury, Wareham und Bath, erreichte ich also um die Mittagszeit mein Ziel und meinen ersten Anlaufpunkt, die SS Great Britain. Das erste propellergetriebene Dampfschiff der Welt, das den Atlantik überquerte, verrichtete 43 Jahre lang seinen Dienst als Fracht- und Passagierschiff. Mit nicht zu verschweigenden 12,95 Pfund erkaufte ich mir also ein Passengers´ Contract Ticket. Meine dort verbrachten etwas mehr als 2 Stunden verliefen folgendermaßen: Zu Beginn konnte man im sogenannten "Dry Deck" den Teil des Schiffes der eigentlich unter Wasser ist näher betrachten - wirklich eine nette Idee! Dann ging es weiter in ein Museum, in dem man verschiedene Zeitepochen der Schiffsgeschichte begutachten konnte (es gab sogar einige Animationen, wie selbst am Ruder stehen und versuchen in die richtige Richtung zu steuern *lach*). Zum Schluss ging es also auf das Schiff, wo man zwischen verschiedenen Audioguides wählen konnte. Ich entschied mich für die Empfehlung der Ausgabedame für einen Passagier dritter Klasse, der mir wären meiner Wanderung durch das Schiffsinnere so einige Geschichte zusätzlich zu der normalen Führung erzählte. (Zum Glück gelten die alten Regeln nicht mehr, denn sonst hätte ich als dritter Klasse Passagier mir z.B. die luxuriöse erste Klasse nicht ansehen können...) Somit hatten sich also der Eintritt doch gelohnt.

Da ich von dem Eisenschiff ziemlich eingenommen war, hieß es also die Agenda zu kürzen. Ich entschied mich gegen das Stadtzentrum mit Kathedrale und Museen für die Clifton Suspension Bridge. Die Hängebrücke über den Fluss Avon ist das Wahrzeichen der Stadt. Das Meisterwerk überspannt den Fluss in einer Höhe von knapp 80 Metern und ist mit ihren 210 Meter Länge doch filigran. Die zwischen 1831 und 1864 erbaute Brücke besteht zum Teil aus der alten Londoner Hungerford Bridge und ist wirklich beeindruckend. Nach einer, sich etwas schwierig gestalteten Suche (bedingt durch die Sperrung der Brücke) hatte ich es jedoch geschafft, konnte selbst Fuß auf die Brücke setzten und hatte somit einen unglaublich schönen Blick über Bristol. Am anderen Ende befand sich sogar ein Viewpoint, der es mir ermöglichte die Brücke in voller Größe abzulichten (was gar nicht so einfach ist!). Höchst beeindruckt machte ich mich also wieder auf dem Weg zurück (natürlich über die Brücke um alles noch einmal auf mich wirken zu lassen) und beim Auto angekommen also wieder auf den Heimweg. Nach der 3 h Rückfahrt, bedingt durch Stau in Bath und schlechterem Vorrankommen auf Landstraßen bei Nacht bin ich dann zwar erschöpft jedoch auch glücklich wieder in Bournemouth angekommen.

Auch diese Bilder sind schon im Onlinealbum zu sehen... lasst es also einfach mal auf euch wirken...

Bis bald...

Hampshire: 21. - 23.11.08

Hallo Zusammen,

und wieder ein neues Wochenende mit neuen abgehakten "To-Do"Punkten auf meiner Liste. Wenn ihr euch wundert was ich mit Hampshire meine, hier die Erklärung. Hampshire ist die Nachbarschafts-Grafschaft von Dorset (zu der Bournemouth gehört) und besteht größtenteils aus Southampton, Portsmouth, New Forest und Winchester.

Und nicht zu vergessen das kleine Örtchen Portchester mit seinem Castle. Die Anlage gehört zu den best erhaltenen römischen Forts des nördlichen Europas und ist wirklich ansehnlich. Nach einem ersten Rundgang durch die äußeren Gemäuer, sowie dem außen Bereich direkt am Meer mit einem fabelhaften Blick auf Portsmouth ging es also in die Burg selbst, die nur einen kleinen Teil der ganzen Anlage darstellte. Geführt von meinem Audioguide wanderte ich also durch die damalige Zeit und ließ die alten Gemäuer auf mich wirken. Besonders beeindruckend war der Turm, mit seinen hohen Räumen, alten verblichenen Wandmalereien und der Geschichte eines Sträflings, der die vergangenen Tage in dem zum Gefängnis umfunktionierten Turm beschrieb. Einmalig war dabei auch die minimalistische Wendeltreppe, die einem den Weg zum Dach ermöglichte. Der Blick war einfach überwältigend.

Am Sonntag stand ebenfalls Hampshire auf meinem Plan und wieder eine Reise in eine längst vergangene Zeit. Ich machte mich also auf um den schon lange ausstehenden Besuch in Southampton anzugehen. Bereits beim ersten Trip nach Southampton (Fussi mit Klaus und Markus, wenn ihr euch erinnern könnt) musste ich feststellen, dass die Stadt nicht unbedingt die schönste ist. Nichts desto trotz, hat sie einen der bedeutendsten englischen Seehäfen, denn im Mittelalter schifften sich die Kreuzritter (unter anderem auch Richard Löwenherz) ein, später brachen die Pilgerväter mit der Mayflower in die "Neue Welt" auf und auch für die Titanic war Southampton der Ausgangspunkt zu ihrer tragischen Jungfernfahrt. Also definitiv ein Ort, den man gesehen haben muss! Bei den Docks geparkt war mein erstes Ziel ein Teil der alten Stadtmauer, dass ich bereits bei der Anfahrt erblickt hatte. Weiter ging es in das Maritime Museum. Das kleine, aber interessante Museum enthielt ein Modell der modernen Dockanlagen, Antriebsmaschinen einiger alter Dampfboote, natürlich einen großen Teil über das Schicksal der Titanic sowie ein Modell eines weiteren Ozeanriesen, der Queen Mary. Vorbei am Medieval Merchant´s House (einem der wenigen spätmittelalterlichen Fachwerkhäuser, dass renoviert nun das Leben einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie im Spätmittelalter darstellt - jedoch im Winter geschlossen hat) und somit zum ältesten Bauwerk von Southampton, der St Michael´s Church. Zum Abschluss schlenderte ich noch etwas an den alten Überresten der Stadtmauer entlang, sowie vorbei an einigen Fähren und schwubs, war die Zeit wieder verrannt und es wurde Zeit den Heimweg anzutreten.

Wie so oft, war es im Museum natürlich nicht erlaubt zu fotografieren, aber dafür habe ich sonst genug Bilder gemacht, die wie immer im Onlinealbum sind...

Bis bald...

Christchurch: 14. - 16.11.08

Hallo Zusammen,

nach vielen Erkundungen des Umlandes entschied ich mich an diesem Samstag "nur" in meine direkte Nachbarschaft zu gehen. Nachbarschaft ist aber eigentlich nicht das richtige Wort bzw. es kommt darauf an, aus welcher Sicht man es sieht. Ich wohne zwar in Bournemouth, aber arbeite eigentlich in Christchurch und dort führte mich mein Weg also hin. Genauer gesagt zum Highcliff Castle. Aufmerksam gemacht durch die Ausschilderung auf meinem Weg zur Arbeit, entdeckte ich ein wirklich schön gelegenes Gebäude, dass zwar noch in der renovierungs Phase (da es vor langer Zeit nieder gebrannt war) steckte jedoch deswegen nicht minder schön war. Immer wieder verwundert wie viele Schätze es auch außerhalb meines Reiseführers gibt, bewunderte ich also 5 bereits restaurierte Räume. Überraschenderweise hatte ich auch das Glück, dass an diesem Abend eine Hochzeit dort stattfinden sollte und es somit auch noch überaus hübsch dekoriert war. Die früheren Besitzer kann man eigentlich nur beneiden, denn zu dem Castle an sich gehörte auch noch ein riesiger Garten mit direktem Zugang zum Christchurch Strand. Ich ließ es mir natürlich wie immer nicht nehmen, dort etwas entlang zu schlendern, suchte mir nach einiger Zeit eine Bank und genoss wie so oft ein gutes Buch mit Meeresrauschen im Hintergrund und direktem Blick auf die Isle of Wight.

Auch am Sonntag wollte ich nicht untätig herumsitzen und machte mich bei schönem Wetter auf zu der Ruine Corfe Castle. Im Herzen der sogenannten Isle of Purbeck (welche sowohl Swanage mit dem Riesen Globus sowohl auch Lulworth beheimatet), jedoch eigentlich nur eine Halbinsel ist, entdeckte ich bereits bei meiner Anfahrt die sogenannte Bilderbuchruine. Da ich durch die Sperrung der Poole-Stundland Fähre gezwungenermaßen, den Weg über Wareham nehmen musste, hatte ich das Glück einen wunderbaren ersten Eindruck auf die Ruine zu haben. Gerade auf der Zielgeraden nach einem längeren Bergauf und anschließendem Kreisverkehr, spitze die Ruine auf meinem weg Bergab direkt zwischen den Bäumen, die die Straße säumten auf. Mein Auto abgestellt, machte ich mich also auf in Richtung des Castle, entschied mich dann jedoch lieber für einen kleinen Spaziergang Drumherum, da es schon kurz vor Ende der Öffnungszeiten war und ich mir dann doch die 6 Pfund sparen wollte. Somit versuchte ich also mir meinen Weg abseits der Straße zu bahnen um Corfe Castle auch euch von seiner schönsten Seite zu zeigen. Und ich glaube das ist mir ganz gut gelungen, aber überzeugt euch wie immer selbst!
Die Bilder sind im Onlinealbum (auch wie immer... *lach*) zu finden und werden euch bestimmt überzeugen...

Bis bald...


Sonntag, 16. November 2008

Besuch von Klaus: 06. – 10.11.08

Hallo Zusammen,


der Oktober kam und ging, es wurde also November und damit mal wieder Zeit für Klaus seine Koffer zu packen (mit fast mehr Sachen für mich, als für Ihn???) und in den Flieger zu steigen. Fast zeitgleich war es also auch für mich soweit mich Richtung Flughafen aufzumachen, um pünktlich zu seiner Ankunft am Ausgang mit offenen Armen auf Ihn zu warten. Langer Rede kurzer Sinn, hat wie immer alles gut geklappt und schwups waren wir auch schon auf dem Weg zurück nach Bournemouth und der Donnerstag war damit auch schon wieder vorbei.


Auch unsere Planung war wie immer nicht so wirklich ausgereift und eher spontan. Deshalb beschlossen wir also dieses Mal in der Näheren Umgebung zu bleiben. Keine Angst, das heißt weder, dass wir faul auf der Couch lagen noch, dass es nichts Tolles zu berichten gibt. Aber fangen wir lieber an.


Nach gemütlichem gemeinsamen Frühstück (oh man, wie ich das sonst vermisse!!!) machten wir uns also auf, um in den New Forest zu fahren. Genau, das Naturschutzgebiet bei mir gleich um die Ecke. Zu Beginn machten wir uns also erst nach Lyndhurst auf, um dem Information Centre einen kurzen Besuch abzustatten, damit wir unser geplantes Wanderziel die 600 Jahre alte Knightwood Oak ausmachen konnten. Frisch bepackt mit einem schönen New Forest Plan machten wir uns also auf zu dem Parkplatz von dem die „Wanderung“ beginnen sollte. Warum ich Wanderung in Anführungszeichen setze? Ja, Wanderung ist hierfür vielleicht etwas übertrieben, denn von dem beschriebenen Parkplatz dauerte es keine 5 min und wir standen vor der gesuchten Eiche mit einem Umfang von rund sieben Metern. Diese soll die älteste und größte Eiche Englands sein. Zu unserer Enttäuschung war diese jedoch mit einem klapprigen alten Zaun umrundet und somit kann man die wahre Größe auf den Bildern nicht so gut erkennen.

Aber damit gaben wir uns natürlich nicht zufrieden, somit studierten wir also den Plan erneut und fanden ein weiteres Highlight: Bolderwood. Dort sollte es eine Reh Aussichtsplattform geben und das auch noch keine 10 min von unserem momentan Standpunkt aus entfernt. Bedingt durch die immer wieder kurzen Schauer, waren wir nicht wirklich überrascht keine Rehe/Hirsche von der Plattform aus zu sehen und machten uns also auf, einem dort vorhandenen Wanderwegen zu folgen. Nach ca. der hälfte unseres Weges wurden wir dann doch noch von einer ziemlich großen Herde und einem Teil davon mitten auf unserm Weg überrascht. Die Tiere waren natürlich trotzdem sehr scheu und sind schwups natürlich wieder schnell in ihr nicht weit entferntes Gehege geflüchtet. Mich hat besonders einer der weißen Hirsche beeindruckt, wenn Ihr auf den Bildern genau hinseht, könnte ihr ihn auch erkennen.

Die Zeit war natürlich schnell verrannt und für unserer eigentliches zweites Ziel Beaulieu mit seinem National Motor Museum (eine private Oldtimersammlung, in der man rund ein Jahrhundert Automobilgeschichte sowie 250 Fahrzeuge besichtigen kann) war es dann leider doch schon zu spät. Somit machten wir einen kurzen Abstecher um wenigstens durch das doch sehr anschauliche Beaulieu durchzufahren und machen uns dann auf den Weg Richtung Heimat. Auf diesem sind wir dann in einem der reedgedeckten Pubs am Wegesrand eingekehrt, haben uns ein Bierchen gegönnt, sowie ein paar Pub Snacks und sind am Ende auf meiner Couch hängen geblieben und haben dort den Abend ausklingen lassen.


Somit wurde es Samstag und wir entschieden uns, dass damals nicht gesehene Royal Navy Historic Dockyard in Portsmouth zu besuchen. Die Hauptarttraktion hier sind die drei berühmten Kriegsschiffe Mary Rose (Kriegsschiff des 16. Jahrhunderts, das die Flotte Heinrichs VIII. anführen sollte, aber unglücklicherweise durch Sturm und falsche Beladung sank), H.M.S. Warrior (1860 vom Stapel gelaufener Dreimaster, rundum mit Eisen gepanzert und mit Dampfmaschinen angetrieben, wurde jedoch nie in ein Gefecht verwickelt) sowie die H.M.S. Victory, für die wir uns entschieden. Wir buchten also eine Führung für das mit Abstand berühmteste Kriegsschiff der Welt. Das untrennbar mit Admiral Lord Horatio Nelson und seinem Triumph bei der Schlacht von Trafalgar verbundene Schiff wir bis heute in Ehren gehalten, hat einen Kapitän und gilt als voll einsatzfähig. Somit machten wir uns also mit unserer Führerin auf durch die fünf Decks des Flaggschiffs und kamen auch bei dem gekennzeichneten Punkt zwischen Steuerrad und Achterdeck vorbei, der die Stelle markiert, an der Lord Nelson tödlich verwundet wurde. Die Führung gab einen deutlichen Einblick in das damalige Leben auf einem Kriegsschiff und war natürlich sehr beeindruckend. Fotos während der Führung im Schiff waren leider nicht erlaubt, aber von außen sowie in dem zugehörigen Museum schon.

Aber damit wurde es auch schon wieder Zeit, denn die einstündige Führung lies uns nicht mehr viel Zeit. Zum einen wollten wir noch kurz durch die Läden flanieren und zum anderen wollten wir um spätesten 19h zurück in Bournemouth sein, um an einem der großen Guy Fawks Feuerwerke teilzuhaben. Zu unserer Überraschung schien inmitten des Einkaufszentrums gerade ein französischer (unserer Vermutung nach) Markt statt zu finden, welcher uns das schlendern natürlich noch etwas mehr "versüßte". Aber auch hier verrannte die Zeit und wir mussten aufbrechen. Auf dem Heimweg überkam uns leider ziemlich starker Regen, der uns aber natürlich nicht davon abhielt trotzdem zu dem geplanten Feuerwerk zu fahren. Dort angekommen war es eigentlich unglaublich wie viele Menschen trotz des strömenden Regens sich dort tummelten. Dementsprechend schwierig war es natürlich einen Parkplatz zu bekommen und nachdem wir halb nass am Eingang eine riesige Schlange vorfanden jedoch der Großteil der Attraktionen nicht überdacht war, entschieden wir uns dafür das gerade beginnende Feuerwerk von außen auf uns wirken zu lassen und dann doch lieber nach Hause zu fahren. Die folgenden 15 bis 20 min ließen unsere nässe Lage natürlich trotz Regenschirm nicht wirklich besser werden und somit war zumindest ich (mit meiner nicht regendichten Jacke) von hinten schon bis auf die Unterhose nass. Was natürlich das Feuerwerk in keinem Maße schmälert – muss man den Briten wirklich lassen, Feuerwerke sind einfach ihr Ding. Auf dem Rückweg zum Auto hatten wir noch einen netten Zwischenfall mit einer großen Wasserpfütze und einem nicht gerade rücksichtsvollem Autofahrer, was am Ende also bedeutete, dass wir nun total von oben bis unten und hinten bis vorne nass waren. Somit endete dieser Abend mit auswringen der tropfnassen Sachen sowie aufwärmen und trocknen, wieder auf der Couch, da uns bei dem Wetter dann doch die Lust vergangen war.


Schwubs war also schon der Sonntag gekommen und nach ein bisschen hin und her überlegen hatten wir uns wegen des trockenen und doch relativ schönen Tages für Lulworth Cove und Durdel Door entschieden. Wem der Name bekannt vorkommt, der braucht sich nicht wundern, denn Lulworth Cove war damals (hujuhujuhuju - DAMALS - ) mein erstes Ausflugsziel. Wer sich nicht mehr so genau erinnern kann, Lulworth Cove ist die fast kreisrunde Bucht und das Durdle Door ist ein malerisch verwittertes Felstor, das ins Meer ragt. Also ich vor ca. 25 Wochen dort war, hatte ich beschlossen, nach dem steilen Aufstieg, dass ich den Weg zur Felsbrücke mit einem meiner Besucher gehen werde (denn schon bei meinem ersten Besuch war ich überzeugt, dass ich gerne noch mal hierher kommen möchte). Somit hieß es also für uns ab auf den Weg nach oben. Schon kurz nachdem wir das Auto verlassen hatten, war es deutlich zu spüren, dass der Wind es in sich hatte. Worauf wir jedoch nicht vorbereitet waren, dass es hieß: herzlich Willkommen zu Ihren ersten Flugstunden ohne fremde Hilfe. Wir mussten also nicht nur gegen den Gegenwind ankämpfen, sonder uns auch darauf konzentrieren, dass unsere Körper auch das machten, was wir wollten und nicht weggeweht wurden. Nach einem somit also nicht ganz so einfachem Berg auf und anschließendem Berg ab wurden wir dann jedoch ausgiebig belohnt. Der Ausblick war einfach gigantisch, das Durdle Door genial, genau wie die Kalksteinklippen Drumherum, der Strand.... ach einfach Alles!!! Da wir die Augen nicht von unserer Umgebung lassen konnten, verbrachte wir eine ganze Weile sitzend auf einem Ausläufer der Klippen und betrachteten einfach nur das tosende Meer direkt vor uns. Auf unserem Rückweg hatten wir dann glücklicherweise Rückenwind, was aber natürlich dazu führte, dass wir aufpassen mussten, dass wir nicht davonfliegen *lach*. Nach einer kurzen Stärkung im Auto machen wir uns also auf den kurzen Weg, um einen besseren Blick auf das Cove werfen zu können. Wie man auf den Bildern ziemlich gut erkennen kann, war es gar nicht einfach gerade zu stehen (Nein, normalerweise stehe ich nicht so krumm da und halte mich am Geländer fest...) Hätte ich damals schon gewusst was ich gigantisches verpasse, hätte ich natürlich nicht umgedreht, aber ... !!!!

Zum Abendessen machen wir uns diesmal nach Bournemouth City auf und nach ein bisschen umschauen entschieden wir uns für einen "Australier". Dort hat Klaus sein erstes Känguru Steak gegessen wären wir auf keine Ahnung wie vielen Bildschirmen uns kaum zwischen Musikvideoklipp, Rugby und so einigem mehr entscheiden konnten. Zum Abschluss wechselten wir dann noch die Lokation um unverhofft bei einem der doch üblichen "Pub-Spiele-Abende" teil zu haben. Genau gesagt, war an diesem Abend im O´Neils ein Playstation Gittarenkontest auf Großbildleinwand, bei dem sogar einige wirklich Talentierte dabei waren. Als es dann an der Bar hieß, dass nichts mehr ausgeschenkt wird, war dann auch klar, dass dieser Tag somit vorbei war... *lach*


Die Abreise stand also wieder vor der Tür und somit auch die Fahrt nach Stansted. Bedingt durch heftigen regen, mussten wir unsere Pläne also etwas einschränken und beschlossen uns in der Nähe des Flughafens einen Ort mit Einkaufszentrum zu suchen, um dort noch etwas zu shoppen. Da Regen bekanntlich die Verkehrslage nicht besser werden lässt, fanden wir uns also deutlich später als normal und ca. eine halbe Stunde vor Ladenschluss in Harlow in einem Einkaufszentrum wieder. Nachdem die Geschäfte jedoch alle nach und nach zumachten, suchten wir uns auf dem Weg Richtung Ziel einen Pub und machten es uns dort für die letzten 45min gemütlich. Ich bin wirklich immer wieder begeistert, was für eine gemütliche Atmosphäre doch englische Pubs haben... Tja, aber dann war es also wieder soweit, wir ließen das Wochenende noch mal kurz vor unserem inneren Auge vorbeiziehen, stellten fest, dass es trotz des nicht ganz so schönen Wetter doch wieder ein super schönes Wochenende war und machten uns auf. Der Abschied war wie immer nicht leicht, aber ohne Abschied kann man sich auch nicht auf den nächsten Besuchstermin freuen...


Diesmal unter dem Motto: - keine Angst, was uns nicht umbringt, macht uns nur noch härter - *juhu* hier bin ich also wieder zurück mit heißbegehrten Fotos...

Wie immer sind die natürlich auch schon im Onlinealbum zu finden (sowie ein kleines Vidoe mit einem Einblick was tosendes Meer bedeutet...) also viel Spaß… ;)


Bis bald…

Mal was Anderes: 31.10 - 02.11.08

Hallo Zusammen,


da ich wie bereits angekündigt, das Wochenende nicht wirklich etwas unternommen hatte, denn die Kamera-losigkeit hielt mich doch davon ab, dachte ich mir, ich entschädige euch dafür mit etwas anderem.

Stichwort hierfür ist: es knallt hier momentan an jeder Ecke!


Nein nein, nicht was ihr vermutet, ich rede nicht von Schüssen, ich rede von Silvester! Ja, ihr lest ganz richtig, ich komme mir vor, als wäre ich im falschen Film. Schon seit Wochen werden hier überall Feuerwerksartikel verkauft, was mich natürlich zu der Frage brachte: was ist hier eigentlich los, Silvester ist doch erst in geschätzten zwei Monaten?

Die Erklärung ist relativ einfach, denn es steht die sogenannte Guy Fawks Night, Bonfire Night oder auch Fireworks Night am 05.11. bevor. Was das ist, wusste ich auch nicht, habe mich aber natürlich schlau gemacht:


Ein Kurzfassung der Geschichte: Am 05.11.1605 versuchten Fawkes und seine Mitverschwörer während der stattfindenden Parlamentseröffnung durch König Jakob I., das Parlament in London in die Luft zu sprengen. Anwesend waren alle Parlamentarier sowie die gesamte Königsfamilie. Durch einen Tipp konnte die Verschwörung vereitelt werden und somit der Plan der Verschwörer, Jakobs Tochter Elisabeth von Böhmen als katholisches Staatsoberhaupt einzusetzen. Bis heute ist dies auf der Insel nicht vergessen und es wird also jedes Jahr am 05.11 das Scheitern des Komplotts mit einem Straßenumzug sowie dem verbrennen einer „Guy-Fawkes-Puppe“ gefeiert und ein Feuerwerk entzündet.

Bedingt durch die englischen Herbstferien eine Woche vorher und das fallen des 05.11. auf einen Mittwoch hatte ich somit das Vergnügen über den Zeitraum von ca. 2 Wochen an vielen Straßenecken, Vorhöfen usw. kleine bis größere Feuerwerke zu bewundern.


Kommen wir aber mal wieder zu dem lange vernachlässigten…


WAS IST IN UK ANDERS (6):


- als ich hier ankam, war der Benzinpreis für Super bleifrei bei durchschnittlich £ 1,15 (entspricht etwa € 1,50). Mittlerweile freue ich mich seit ca. Zwei Wochen über durchschnittlich £ 0,95 (entspricht etwa € 1,24) und damit fahre ich momentan so günstig wie nie zuvor ;))


- Einkaufen 24h lang - aber das muss nicht immer spaßig sein, denn einmal ausprobiert, werde ich mich definitiv nie mehr durch einen Heißhunger auf Tiefkühlpizza dazu verleiten lassen am Sonntagnachmittag um 15.30 zum Tesco zu fahren und dort „schnell“ eine heiß ersehnte Pizza zu kaufen. Das „schnell“ bedeutete ca. eine dreiviertel Stunde auf dem riesigen Parkplatz im Stau zu stehen, um einen Parkplatz zu ergattern, sowie ebenfalls über eine halbe Stunde zu warten um aus erhaschtem Parkplatz – durch brechen der Verkehrsregeln und falsch herum in der Einbahnstraße fahren – versuchen durch die Automassen zu flüchten!


So, jetzt aber erstmal wieder genug…

Donnerstag ist es wieder soweit, Klaus kommt zu Besuch… *juhu*


Bis bald…

Sonntag, 26. Oktober 2008

englisches Wetter am WE: 24. - 26.10.08

Hallo Zusammen,


Ein neues Wochenende stand also mal wieder vor der Tür. Nun war es aber soweit, die sonnigen Wochenenden waren erstmal vorbei bzw. hoffentlich nur unterbrochen.


Somit beschloss ich also am Sonntag, da das Wetter immer noch nicht besser war in ein Museum zu gehen. Bereits zu Beginn meiner Tagestouren hatte ich in meinem Reiseführer ein Museum entdeckt, dass ich im Hinterkopf behalten hatte: Terracotta Warriors Museum in Dorchester. Also machte ich mich auf, um die Kopien des 8. Weltwunders, die Tonkrieger des ersten Kaisers von China zu sehen. In Dorchester angekommen fand ich sogleich einen Parkplatz (der sonntags den ganzen Tag nur 0,50 Pfund kostete?? Hey, was kostet die Welt - ich kauf ZWEI!!!) und machte mich also auf, den vorhandenen Zeichen in Richtung Museum zu folgen. Dort angekommen war ich doch etwas überrascht, das in dem Gebäude nicht nur das gesuchte Terracotta Warriors sondern auch ein Teddybär Museum war. Kaum die Tür geöffnet hatte sich die Frage auch schon geklärt, denn das in meinem Reiseführer doch gelobte Museum bestand zum größten Teil aus einem Film. Aber starten wir von Anfang an…

Nach dem bezahlten Eintrittspreis von doch 5,75 Pfund wurde ich als angewiesen zuerst den kleinen Raum aufzusuchen und den dort 45min dauernden Film (über die Geschichte des ersten Kaisers von China: Chin She Huang Di – sehr interessant) zu schauen, um dann ein besseres Verständnis für die ausgestellten Kopien zu haben. Der Rest war dann doch relativ überschaubar, wenn auch nicht weniger interessant. Der große Raum (welche den Rest des Museums darstellte) war in zwei Teile gegliedert. Auf der Eingangsseite waren die Kopien der so betitelten Beigaben des Grabes ausgestellt sowie eine kurze Zusammenfassen der geschichtlichen Daten. In der zweiten Hälfte gab es dann ca. 8 lebensgroße, sowie 8 halb große Kopien verschiedener Tonkrieger. Bei den Lebensgroßen gab es eine Bandansage, die die Besonderheiten der jeweiligen Krieger beschrieb. Dem eigentlich Fotoverbot zu wieder, konnte ich für mich und für euch einige unbemerkte wenige Fotos schießen.


Somit beschloss ich dann, um einiges Wissen reicher jedoch auch etwas geknickt über die Größe des Museums, mich noch etwas in der Innenstadt umzuschauen. Schon ein paar Schritte weiter wurde meine Laune wieder besser, denn Dorchester zeigte sich von seiner guten Seite, es hatte aufgehört zu regnen und auch die Innenstadt entpuppte sich als sehr anschaulich. Ich entdeckte also eine nette Kirche und wollte diese gerade fotografieren, als es plötzlich geschah…

Ich drückte auf den Auslöser meiner Kamera und mein Display wurde schwarz. Gegen meine erste Vermutung konnte ich mich nicht erinnern, dass ich versäumt den Akku zu laden, nein irgendwas war komisch, denn das Objektiv war nicht eingezogen. Nach wiederholtem pressen des ON/OFF Knopfes sowie Akku raus und wieder rein, musste ich dann doch feststellen, das sie keinen Mucks mehr von sich gab. Somit hatte ich also erstmal keine Lust mehr mich weiter umzuschauen, denn meine Gedanken hingen doch sehr an der Kamera fest. Kurz drauf beschloss ich also Dorchester - Dorchester sein zu lassen und nach Hause zu fahren. Dort musste ich zu meinem Missfallen feststellen, dass auch nach versuchtem Akku laden die Kamera sich nicht mehr einschalten lies. Geschätzte Diagnose: kaputtes Objektiv.


Damit war natürlich das Wochenende erstmal ruiniert. Einziger Lichtblick: Klaus kommt in zwei Wochen und bringt seine Kamera mit, die ich dann erstmal behalten darf und er bringt meine zur Reparatur zum Händler.

Somit ist es also auch schon entschieden, wohin mich meine Reise am kommenden Wochenende führt: Richtig, ich bleibe Zuhause…. :(

Werde mich aber natürlich bemühen, euch dafür etwas anderes zu bieten.


Soweit so gut, die wenigen Fotos die es gibt sind im Onlinealbum... genießt sie, denn sie sind vorerst die Letzten!


Bis bald...

Samstag, 25. Oktober 2008

Stolz und Vorurteil die Zweite: 17. - 19.10.08

Hallo Zusammen,


neues Wochenende – neues Glück, denn auch dieses Wochenende hat die Sonne wieder ihr Bestes gegeben!


Um das Wochenende etwas langsam zu beginnen, machte ich mich also am Samstagmittag in Richtung Boscombe Zentrum auf um mich dort ein bisschen dem Schaufensterbummel hinzugeben. Durchstöberte also ein paar Geschäfte, schlenderte durch den Markt in der Fußgängerzone, beobachtete die anderen Leute und machte ein paar kleine Erledigungen. Denn Rest des Tages wollte ich dann mit Telefonieren verbringen, denn der große Ausflug war für Sonntag geplant und der sollte den ganzen Tag dauern. Leider wurde mir hier ein kleiner Strich durch die Rechnung gemacht. Grund war ein Stromausfall von ca. 1 Stunde. Wie üblich, habe ich auf Nachfrage bei den Nachbarn natürlich nichts wirkliches erfahren, denn hier weiß ja eigentlich nie jemand was gerade passiert – oder will es vielleicht gar nicht wissen?! Meiner Meinung nach lag es an der riesigen Baustelle, die sich direkt vor meinem Haus auf der Straße befindet. Was zu tun ist, wusste ich natürlich auch nicht. Somit saß ich also da und musste feststellen, dass ich ohne Strom doch eigentlich ziemlich verloren bin. Warum? Ohne Strom kein warmes Wasser zum duschen. Ohne Strom kein funktionierender Herd. Ohne Strom bleibt die Heizung kalt. Ohne Strom kein Internet und kein Telefonieren. Ohne Strom keine externe Festplatte und somit nicht einmal die Möglichkeit einen Film zu schauen. Das Einzige, das mir übrig blieb, war mich bepackt mit einer Decke auf die Couch zu setzten, zu lesen und darauf zu warten, dass der Strom hoffentlich bald wieder kommt. (Nebenbei, ohne Strom funktioniert auch der Kühlschrank nicht – welcher zu gegebenem Zeitpunkt natürlich bis oben hin voll war, da ich ja am Vormittag einkaufen war….)

Aber auch dies sollte ein Ende haben und ich konnte ca. eine Stunde später mit meinem Plan fortfahren und weitertelefonieren, nachdem ich ja vorher mitten im Gespräch unterbrochen wurde… Ich sag nur, immer wieder mal was Neues, sonst würde es ja langweilig werden.


Aber nun doch lieber zum Sonntag, denn hier gibt es auch wieder Bilder zum veranschaulichen! Mein Ausflugsziel: Basildon Park bei Reading. Dies ist ein weiter Drehort von dem Film Stolz und Vorurteil. Ich machte mich also nach einem ausgiebigen Frühstück auf die 1:45 h lange Fahrt um dort das Herrenhaus sowie den dazugehörigen Garten zu bestaunen. Zwar deutlich keiner also Chatsworth war aber auch Basildon Park nicht von schlechten Eltern. Die Räume gigantisch schön, der Garten herbstlich und dazu noch ein schöner sonniger Tag, was will man mehr. Somit schlenderte ich also auf den Fußstapfen von Keira Knightley und Matthew Macfadyen durch die Grat Hall, verschiedene Schlafzimmer und den achteckigen Salon sowie durch viele weitere Zimmer. Mitunter war auch der sogenannte „Shell room“ dabei, eine kuriose Sammlung an verschiedensten Muscheln und Schneckenhäusern – sehr beeindruckend! Leider war es im dem Haus selbst nicht erlaubt zu fotografieren und leider auch unmöglich mal kurz unbemerkt die Kamera zu zücken, da in jedem Raum ein Angestellter positioniert war um etwas mehr über den Raum zu erzählen. So nett es war, so einige schöne Geschichten über die Räume zu hören, oder sogar auf einen Menschen zu treffen, der eine kleine Rolle in dem Film Stolz und Vorurteil gespielt hatten, so sehr bedauerte ich es jedoch kein einziges Foto machen zu können. Somit habe ich für euch von der Internetseite des National Trust die dort ausgestellten Fotos kopiert, damit ihr wenigstens einen kleinen Eindruck bekommt.


Nach ausgiebigem schlendern durch den Park beschloss ich dann jedoch meine Reise fortzufahren und fuhr nach Avebury. Dort erwartete mich einer der größten Steinkreise der Insel. Anders als in Stonehenge umfasst dieser drei Steinkreise und ist frei begehbar. Es ist zwar nur noch etwa die Hälfte erhalten, aber es ist natürlich schon atemberaubend dort entlang zu laufen, die Steine zu berühren und sich auszumalen, wie es wohl einmal gewesen sein muss.


Aber seht euch lieber die Bilder im Online-Album an, denn diese Sprechen doch einfach mehr als jedes weiteres Wort von mir.


Bis bald…

New Forest: 10. - 12.10.08

Hallo Zusammen,


dieses Wochenende war einfach unglaublich, denn die Sonne war uns so wohl gesonnen, wie es für Oktober doch schon selten ist. Somit beschloss ich am Samstagmorgen, dass ich die Hausarbeit erstmal liegen lasse und lieber raus gehe, um die Sonne zu genießen. Schließlich weiß man ja nicht, wie lange diese es noch gut mit uns meint!


Also machte ich mich auf und fuhr in den nahe gelegenen New Forest Nationalpark um dort etwas zu wandern. Einfach darauf losgefahren suche ich mir also einen Parkplatz an der Straße aus und bin einfach losgelaufen. Gelaufen, gelaufen, gelaufen und einfach nur gelaufen. Es ist einfach herrlich, wie unberührt die Natur dort ist. Zwischen Brombeersträuchern und Heidekraut grasen Wildpferde, hoppeln Hasen auf und ab und noch vieles nettes mehr. Somit verbrachte ich meinen ganzen Nachmittag (sogar länger, als eigentlich geplant) mit Natur pur genießen und in Gedanken schwelgen. Kann ich jedem nur empfehlen!!!


Am Abend hieß es dann mal wieder: auf in die City of Bournemouth. Doch da wir alle von unseren Aktivitäten tagsüber (ich war nicht die Einzige, die die Sonne nutzte) etwas erledigt waren, nahm der nette Abend doch ein frühes Ende.

Auch am Sonntag war das Wetter einfach super. Deswegen beschlossen Janina und Stephen sich die Fahrräder zu schnappen und Phil (der gleich bei mir um die Ecke wohnt) und mich am Boscombe Strand zu treffen. Für Bikini und Badehose war es zwar doch schon etwas zu frisch, aber mit kurzer Hose und T-Shirt lies es sich doch gut aushalten. Einfach unglaublich, da sitze ich also im Oktober bei mir um die Ecke am Strand und genieße die Herbstsonne… (Ihr seht, ich kann es selbst kaum fassen).


Die Tage verrennen also wie im Flug und schon ist das Wochenende wieder vorbei… ;)


Bis bald…

Geburtstag: 02. - 07.10.08

Hallo Zusammen,


unglaublich wie die Zeit vergeht… Der Sommer ist vorbei, der Herbst steht vor der Tür, die Blätter werden bunt, der Wind wird stärker, die Temperaturen fallen und somit ist auch wieder die gewisse Zeit im Jahr gekommen, in die mein Geburtstag fällt!


Da besagter in diesem Jahr netterweise auf einen Samstag fiel, hatte ich beschlossen, mir selbst ein Geschenk zu machen und mir ein richtiges verlängertes Wochenende von Donnerstag- bis Dienstagabend, sowie einen Heimflug zu schenken.


Somit war die Arbeitswoche richtig kurz und schub die wub saß ich Donnerstagmittag im Bus Richtung London. Wenn ich euch kurz erinnern darf, auf meinen Heimflügen ist bisher doch schon immer etwas losgewesen, ich schätze mal, damit es mir nicht langweilig wird. Die Liste reicht bereits von: Stundenlanges anstellen in Stanstad mit wühlen eines Fremden in meiner Handtasche über Küchengerät mit Reibescheiben und Messern im Handgepäck bis hin zu „Ihr Gepäck kommt erst morgen aus Zürich hier an“. Wie sollte es auch anders sein, auch dieses Mal habe ich wieder etwas von meiner Reise zu berichten…

Nachdem ich schon etwas später als geplant von der Arbeit loskam und mich somit lieber etwas beeilte, denn der Bus wartet ja nicht, fand ich mich glücklich im Bus und schon ging es los! Die Reisetablette war bereits eingeworfen, der IPod trällerte vor sich hin und ich war bereit mein übliches Nickerchen (bedingt durch die Tabletten) zu beginnen. Kurz vor dem ersten und einzigen Stopp in dem ca. 15 min. entfernten Ringwood schwelgte ich also noch glücklich in den Gedanken an Zuhause. Doch plötzlich passierte es! Eine Durchsage des Busfahrers! Er müsse uns mitteilen, dass wir es mit diesem Bus leider nicht nach Heathrow schaffen, da dieser zuviel Wasser verliert obwohl er dies in Bournemouth versucht hatte zu beheben. Er würde jetzt erst einmal mit seiner Firma telefonieren und uns dann mitteilen, was passieren wird. Der Schock saß bei jedem Tief, denn dieser Bus war ein reiner Flughafenbus nach Heathrow mit Anbindung an Gatwick und jeder musste natürlich früher oder später seinen Flug erwischen… Zehn Minuten nach der Ankündigung kamen die Neuigkeiten, es würde ein neuer Bus geschickt werden, der in ca. 30 min da sein sollte. Gut, 30 min waren für die Meisten, wie auch für mich noch zu verkraften. Diese vergingen und was passierte? Natürlich erstmal nichts… Nach viel Vertröstungen und immer weniger werdenden Personen, überlegte auch ich mir, wann der späteste Zeitpunkt wäre, zu versuchen mir mit jemand ein Taxi zu teilen!? Schließlich wollte ich meinen Flug auf keinen Fall verpassen. Nach weiteren 15 min. kam überraschenderweise ein Mechaniker, der mit unserem Busfahrer hinter dem Bus verwand und kurz darauf auch wieder unverrichteter Dinge ging, denn eine Reparatur war auf die Schnelle nicht möglich. Als dann endlich ein National Express Bus kam, wurden wir jedoch enttäuscht, denn dieser fuhr zwar nach London, hatte jedoch nicht die Anweisung seine Rute über Heathrow auszuweiten und auch nicht genug platz für uns alle. Ca. 1,5 Stunden später entschied ich also, wenn der mittlerweile für die nächsten max. 10min angekündigte neue Bus nicht in dieser Zeitspanne eintrifft, wäre es also für mich soweit doch ein Taxi zu nehmen. Gott sei Dank bog gerade in diesem Moment genau dieser um die Ecke. Eilig machte ich mich also auf, so wie alle Anderen, um in den Bus zu steigen, damit es endlich weiter gehen konnte. Wie so einige von euch bereits wissen, habe ich es noch rechtzeitig geschafft, zwar mit ziemlich genau 1,5 Stunden Verspätung, aber doch noch gerade rechtzeitig. (Glücklicherweise hatte ich ein bisschen mehr 1,5h Puffer, da ich mich ja nach den vorhandenen Buszeiten richten musste!) Überglücklich saß ich also im Flugzeug nach Zürich, beeilte mich dort um meinen Anschlussflug nach Nürnberg zu erhaschen, wurde hier jedoch ein zweites Mal für diesen Tag enttäuscht. Zuerst war ich etwas verwirrt, da ich meinen Flug nicht an dem Gate angeschrieben gefunden habe, an dem er laut Tafel sein sollte. Nach genauerem Hinsehen, entdeckte ich aber, dass er angeschriebene Flug noch der Vorgänger sein musste, denn die angegebene Flugzeit war früher als die meine!? Nach etwas warten, und einigen mitgehörten Gesprächen später, erfuhr ich also, dass mein Flug Verspätung hatte. Auf Nachfragen bei der Dame am Schalter hin, war ich dann jedoch etwas deprimiert, denn es sollte sich um eine ganze Stunde handeln! Somit begab ich mich also in die Aufenthaltshalle zurück und beschloss erstmal eine zu rauchen. Also ich doch etwas deprimiert vor mich hinguckte kam jedoch der Abschuss, eine Durchsage: Der Flug nach Nürnberg ist überbucht, wir bieten eine kostenlose Umbuchen auf den nächsten Flug Morgenfrüh an, sowie ein Hotel für die Nacht und 500 CHF. Schlimmer konnte es in diesem Moment also nicht kommen und ich hoffte nur, dass nicht ich die Überbuchte wäre und es sich doch jemand finden lässt, der dieses Angebot annimmt. Nach einer Stunde (gefühlte mindestens 2) ging es also ans Bording. Wie die Geschichte mit der Überbuchung ausgegangen ist, kann ich nicht sagen, aber ich war auf jeden fall in dem Flugzeug und nur das war wichtig. Somit wartete ich also darauf, dass es doch nun jetzt endlich losgehen sollte und somit das ganze Drama ein Ende. Nach weiteren 15 min warten, da ein Gepäckstück eines nicht aufgetauchten Passagiers??? noch ausgeladen werden musste, ging es dann also endlich los. Zu guter letzt konnte ich dann also etwas gestresst, entnervt oder wie auch immer, von Klaus in Nürnberg in die Arme geschlossen werden (und diesmal sogar mit Gepäck *lach*). Geendet hat der Abend dann wie schon die letzten Mal im Gammler, wo der ganze Stress dann doch schnell vergessen war!


Am Freitag hieß es in Deutschland „Feiertag“. Somit war also erstmal schön lange ausschlafen und gemütlich Frühstücken angesagt. Gefolgt wurde dieses vom Fußball sowie gemütlichem Beisammensein im Spotheim. Ich klinkte mich für ca. 2h aus, um meiner Mum bei den Vorbereitungen für Samstag zu helfen. Nachdem ich also wieder zurück ins Sportheim gekommen bin, sind wir dort irgendwie versumpft und ruck zuck sah ich mich gezwungenermaßen einer Happy Birthday singenden Meute von Fußballern und Fans gegenüber. Auch wenn ich eigentlich nicht so viel Trubel haben wollte, war es natürlich doch schön! Wie früher schon so oft, endete auch dieser „Mannschaftsabend“ erst in den frühen Morgenstunden!


Somit war es also soweit, mein Geburtstag war da und die geplante kleine, aber feine Feier mit Freunden und Familie fand statt. Es wurde gegessen, getrunken, erzählt und einfach gemütlich beieinander gesessen! Genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte! Vielen vielen lieben Dank hier auch an alle, die mir meinen Tag so schön versüßt haben, war wirklich toll! Und natürlich auch Danke für die guten Wünsche aller, die an mich gedacht haben.


Auf einen Samstag folgt natürlich ein Sonntag und dies bedeutet natürlich Fußball. Dieser Tag war etwas unspektakulär und endete mit gemütlichem auf der Couch sitzen bei meiner Mum.


So sollte es aber natürlich nicht weitergehen, denn ich hatte ja noch so einiges anderes für meinen Aufenthalt in Deutschland geplant. Früh am Morgen hieß es dann also erstmal beim Zahnarzt antreten, denn da ich da schon etwas eigen bin, hatte ich beschlossen mich nicht zu überwinden dies in UK zu tun, sondern einfach wie gewohnt bei meinem in Deutschland meine übliche Kontrolle durchführen zu lassen. Danach ging es dann auch schon weiter, denn mein Weg führte mich nach Erlangen. Warum? Ich wollte meinen ehemaligen Kollegen einen Besuch abstatten. Nach einem kurzen Drama bezüglich Parkplatzsuche fand ich mich jedoch wieder umringt von eben genannten Kollegen wieder. Es war schon irgendwie ein komisches Gefühl, den Weg, den man vor einem halben Jahr zum letzten Mal gegangen ist, davor jedoch 4 Jahre lang, erneut zu beschreiten! Freudig wurde ich also von allen Begrüßt und nutzte auch die ganze von mir eingeplante Zeit um Neues zu hören und natürlich selbst zu erzählen! Am Ende musste ich dann zwar doch mal wieder gehen, ich habe mich jedoch sehr gefreut! Und ich hoffe euch ging es genauso?!

Nach kurzem Einkaufen (es gibt doch so einiges, dass ich wieder importiert habe *lach*) war der Tag dann auch schon wieder fast zu Ende und es ging nur noch nach Hause.


Der Dienstag war dann auch schon wieder der Tag der Abreise. Nach morgendlichem zusammenpacken und einem letzten kurzen Abstecher in die Stadt, wurden die Sachen also wieder eingeladen und es ging erneut zum Flughafen. So schnell vergehen also 5 Tage…


Netterweise ist beim Rückflug alles gut gelaufen und es gab keine besonderen Vorkommnisse *lach*


Bis bald…

Unspektakulär: 26. - 28.09.08

Hallo Zusammen,


nach dem großen und schönen Urlaub mit Klaus habe ich es fürs erste Mal etwas langsamer angehen lassen, denn es hieß jetzt nach über 4 Monaten ständig on Tour, doch mal den Akku etwas aufzuladen!


Aber keine Angst, es ist nicht so, als hätte ich nichts gemacht, nur habe ich an diesem Wochenende beschlossen das Auto mal stehen zu lassen und mich von meiner gut gelegenen Wohnung in „meine Gegend“ zu bewegen und diese erneut zu erkunden und noch etwas besser kennen zulernen. Dies gilt sowohl für Freitag, Samstag und auch Sonntag, denn auch hier gibt es viel zu sehen *lach*


Somit habe ich also etwas alt bekanntes etwas neu in Szene gesetzt… und das ist mir doch nicht schlecht gelungen (wie ich finde… *lach* aber bildet euch natürlich lieber selbst eure Meinung!)

Meine Wege führten mich über den Boscombe Chine Garden, der direkt neben meinem Haus liegt über den nicht direkten Weg zum Strand über den so genannten Zig-Zag-Weg, am Strand entlang und natürlich noch um so einiges weiter. Es ist schon ein echt tolles Gefühl, sich einfach ein Buch zu schnappen, an den Strand zu laufen und sich dort einfach mal ein paar Stunden in dieses zu vertiefen, während man das Meer rauschen hört…


Am Samstagabend war es dann auch mal wieder soweit dem Nachtleben in Bournemouth einen Besuch abzustatten. Für mich war es an diesem Abend die Abschiedsfeier von Steve (der uns nach Sheffield verlassen hat), denn an der eigentlichen Abschiedsfeier am folgenden Wochenende war ich bereits anderweitig verplant (dazu aber im nächsten Post mehr!)

Somit machte ich mich also auf, um im O´Neils als erste Station, auf die Anderen zu treffen. Sehr zu unserer Freude gab es an diesem Abend eine Live-Band, die sogar richtig gut war. Nichts desto trotz ging es für uns (zwar etwas später aber doch…) weiter in die Bar Vin. Dort ging es dann weiter mit Oldies von Dirty Dancing über Kung Fu Fighting bis hin … es war einfach alles dabei. Auch an diesem Abend hat mich Bournemouth also mal wieder nicht enttäuscht und sich von seiner besten Seite gezeigt! Somit ging ein genialer Abend natürlich aber auch viel zu schnell vorbei.


Und schwubs, war auch das Wochenende wieder um die Ecke geflitzt…


Viel Spaß beim Bilder gucken… ;)

(Wie immer im Online-Album!)


Bis bald…