Hallo Zusammen,
ein neues Wochenende liegt hinter mir und es war wieder voll mit neuen, schönen und aufregenden Dingen.
Schon geht die Reise für euch also wieder los: Wir schreiben Freitag und es ist ca. 13:30h. Wir (d.h. Lily und ich – Sie kommt aus Kolumbien und arbeitet halbtags bei uns) brechen zu einer Farm auf. Was wir dort wollen? Wir wollen P.Y.O. (pick your own) bzw. genauer gesagt, wir freuen uns darauf unsere eigenen Himbeeren zu pflücken. Den Tipp habe ich von einer Dame aus der Buchhaltung bekommen, die Farm ist ca. 5 min von der Arbeit entfernt, jedoch nicht ganz so einfach zu finden. Nachdem wir also einmal falsch abgebogen sind, haben wir es dann jedoch gefunden und haben uns dort beim pflücken (und essen) ausgetobt. *lecker*Danach sind wir dann zu mir gefahren um festzulegen, wo es Lily und mich am Sonntag hinverschlagen soll, denn ich sollte also am Sonntag meine erste Begleitung bei meinem Ausflug haben. Nur soviel, nach längerem wälzen des Reiseführers haben wir uns für Brighton entschieden, aber dazu dann später, wenn der Sonntag dran ist! Der Freitag endete mal wieder mit Internetcafé und telefonieren mit Zuhause, da ich noch immer kein Internet habe! *nerv* *nerv* *nerv*
Am Samstagmorgen hieß es dann erst mal ausschlafen (habe ich mir verdient) und dann ging es los zum Castle Point (Shopping) um einige Dinge zu erledigen, wie z.B. Rechnungen zahlen, Lebensmittel einkaufen sowie Sachen für die Wohnung. Als ich jedoch im Argos war und mir überlegte, dass ich ja endlich einen Kleiderschrank kaufen könnte, ist mir aufgefallen, dass dies wohl alleine mit einem 20kg schweren Paket nicht so wirklich die beste Idee wäre? Also habe ich diese Idee dann doch wieder verworfen und mich mit einer Waage sowie einem Wäscheständer begnügt. Dann ging es also wieder nach Hause, denn es war mal wieder Zeit die Wohnung etwas auf Vorderman zu bringen, schließlich bekomme ich ja bald meinen ersten Besuch.Abends war ich auf die Hochzeit meines Chefs eingeladen (sehr nette Geste wie ich finde) und somit stand also meine erste britische Hochzeit an. Damit ich nicht alleine dort auftauchen musste, hatte ich bereits vorab mit meinem Kollegen Matt ausgemacht, dass wir uns vorab bei Ihm treffen um dann gemeinsam zum Hotel im Hafen von Pool zu fahren. Gesagt getan, somit bin ich also um 19h von ihm an der Bushaltestelle abgeholt sowie seiner Freundin vorgestellt worden. Dann wurde natürlich erstmal gequasselt und wir nahmen einen gemütlichen Drink zu uns, bis wir dann um 20.30 aufgebrochen sind. Dort angekommen haben wir auf der Suche nach Steve gleich die Terrasse des Hotel entdeckt, von der aus wir einen einmaligen Blick auf den Hafen von Pool hatten. Das Wetter war atemberaubend schön und somit war uns auch noch ein genialer Sonnenuntergang vergönnt. Die Abendveranstaltung der Hochzeit war doch sehr ähnlich zu unseren in Deutschland mit dem Eröffnungtanz des Brautpaares sowie gemütlichem Beisammensein und Ausklingenlassen des Tages. Einziger wirklicher Unterschied den ich feststellen konnte ist, dass Eheringe in England an der linken Hand getragen werden. Netterweise konnte ich mit Phil (meinem fast Nachbarn, der ebenfalls bei uns arbeitet) heimfahren und sparte mir somit auch noch das Taxi, welches mich ziemlich wahrscheinlich pleite gemacht hätte!
Somit sind wir also beim Sonntag angekommen! Ich holte Lily wie geplant um 10:30h bei ihr ab und schon ging es los in Richtung Brighton. Die geplante zweistündige Fahrt lief am Anfang richtig gut, jedoch hatten wir einen kleinen bzw. großen Zwischenfall kurz vor Brighton. Ca. 10 Autos vor uns war ein Unfall mit einem Motorrad passiert, der die Straße komplett gesperrt hatte. Somit brüteten wir ca. 20min im Auto, während Polizei, Krankenwagen, Notarzt und sogar ein Helikopter eintrudelten (Zu meiner Verwirrung wurde der Motor des Helikopters abgestellt und keiner schien wirklich in Eile zu sein?). Somit warteten wir also bis die Polizei uns auf die Gegenfahrbahn umleitete, um eine Umleitung zu nehmen. Problem hierbei war natürlich dass wir keine wirklich Ahnung hatten, was es hieß der 259 zu folgen (dies wurde uns in aller Eile vom Polizisten zugerufen, nachdem er mit ziemlichen Unmut gefragt hatte, wer denn nun der Fahrer dieses Autos sein und das wir uns jetzt bitte hier wegbewegen sollen!) Somit hatten wir dann also beschlossen einfach dem Auto vor uns zu folgen, in der Hoffnung, dass dieses den selben Weg hätte wie wir. Da dies leider nicht der Fall war haben wir also doch versuch uns mit den Schilder zu der Straße 259 durch zu finden und sind dann einem anderen Auto gefolgt (am Anfang versuchte mein geliebtes Navi uns natürlich auf die gesperrte Straße zurückzuführen). Aber das Glück war uns letztendlich doch noch hold, das Navi hatte den neuen Weg gefunden und somit sind wir mit einiger Verspätung um ca. 14h in Brighton angekommen. Nach der sich ziemlich schwierig gestalteten Parkplatzsuche konnten wir uns dann aber doch irgendwann glücklich schätzen, endlich aus dem Auto aussteigen und uns an die Promenade begeben. Dort schlenderten wir also ersteinmal zum Brighton Pier, der wie so viele Piers in England eine ganze Kerwa auf sich beherbergte. Somit sind war also an vielen Fressbuden, Achterbahnen, BullRiding und vielen weiteren Fahrtgeschäften vorbeigekommen und haben das Alles auf uns wirken lassen! Danach sind wir jedoch zu unserem eigentlich Plan zurückgekehrt und haben uns auf die Suche nach dem Royal Pallivion gemacht. Somit sind wir also durch ein Stück der Einkaufszone gekommen und nach kurzer Nachfrage ragte der Pavillion dann also vor uns auf. Durch den Eingang ging es dann also erst mal in den zugehörigen Garten, in dem richtig viel los war. Nach einem kurzen Blick auf den Eintrittspreis (8,50 Pfund) haben wir uns dann doch auf Kaffee und Eis in dem erwähnten Garten geeinigt. Durch Zufall war gerade ein Orchester gleich in der Nähe des Cafes in dem wir uns niedergelassen hatten und somit genossen wir also, umringt von einigen älteren Engländern, das britische Ambiente. Was wir uns jedoch nicht nehmen ließen, war dann noch der Besuch in dem zugehörigen Museum (Eintritt war sogar FREI!). In diesem waren sowohl einige Kunstgegenstände des früheren Besitzers des Pavillions sowie die Geschichte der Stadt dargestellt. Zufrieden mit dem Geschafften wollten wir uns dann also wieder auf den Heimweg machen, wurden jedoch von einem älteren Engländer aufgehalten, der gerne unsere Namen zu Papier bringen wollte. Meiner Meinung nach war das eher eine Beschäftigungtherapie um unter Leute zu kommen, jedoch natürlich genau das Richtige für uns um einen netten Abschluss zu machen. Somit unterhielten wir uns also ca. eine halbe Stunde, während er unsere Namen nebenher kunstvoll malte und uns am Ende schenkte. Auf der Heimfahrt gab es keine weiteren Zwischenfälle und somit waren wir also rechtzeitig Zuhause, damit ich noch kurz zu dem Essen bezüglich Thomas Geburtstag vorbeischauen konnte. Somit ist der Abend dann gemütlich mit quatschen und feiern ausgeklungen.
Jetzt habe ich wieder wirklich viel geschrieben, wird also wieder dringend Zeit für ein paar Bilder (Ihr wartet bestimmt alle schon ganz gespannt!)
Ausblick auf den Hafen von Pool (Samstagabend bei der Hochzeit) *traumhaft oder?*
Phil, Matt und Tami bei der Hochzeit
Lily und ich auf dem Brighton Pier
Royal Pavillion Brighton
Knuti und ich legen uns mit dem Löwen im Brighton Museum an!
Weitere Bilder sind wieder im Onlinealbum (leider musste ich feststellen, dass dieses voll ist und ich nicht alle Bilder einstellen kann... werde mich aber natürlich bemühen, dass Problem so schnell wie möglich zu lösen!)
So, ein Ereignis folgt auf das Nächste, heute ist es also soweit! In ein paar Stunden werde ich mich zum Flughafen aufmachen und Klaus abholen! *freu* *freu* *freu*
Donnerstag, Freitag und Montag habe ich frei... es wird also hoffentlich viel zu erzählen geben, wenn ich zurück bin!!!
Bis bald...

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