Hallo Zusammen,
Wie bereits angekündigt, habe ich mich also am Mittwoch nach der Arbeit Richtung Flughafen Stansted aufgemacht um Klaus dort abzuholen *freu*. Und damit beginnt auch die ca. 1.500 km lange Reise, auf die ich euch jetzt mitnehmen möchte:
Da mir das Glück sehr hold war konnte ich auf der letzten Raststätte vor dem Flughafen gezwungenermaßen eine 30 min Pause einlegen... von Geduld jedoch keine Spur... und dann war es also soweit um etwa 20:20h kam mir Klaus entgegen, ich packte ihn also in meinen Fiesta ein und schon ging es wieder 2,5h zurück nach Bournemouth. Dort angekommen stand dann schon das erste Highlight vor der Tür, denn während ich einen kurzen Happen zum Essen vorbereitete, prüft Klaus gleich mal meine Telefondose. Unglaublich, aber nach ca. 10min, zwei kleinen Schrauben und einer Abdeckung weniger, war es dann soweit, dass mein langersehntes Internet endlich funktionierte. (Anscheinend ist die erste Platine in der Dose kaputt – deswegen habe ich 4 Wochen gewartet?!?!) Gut, mehr kann man dann aber auch nicht mehr erwarten, denn schließlich war es dann schon mitten in der Nacht und Zeit fürs Bett!
Der Donnerstagmorgen wurde natürlich erstmal ausgeschlafen, schließlich hatten wir ja beide Urlaub! Somit gab es mittags erstmal gemütlich ein schön ausgiebiges Frühstück und dann wurden die Sachen für den ersten Strandbesuch gepackt! Das Wetter war unglaublich schön, nur ein leichtes Lüftchen und einfach perfekt für einen relaxe Tag. Ihr werdet es nicht glauben, aber nachdem wir uns ein gemütliches Plätzen gesucht hatten (war nicht so wirklich einfach, da in England Schulferien sind) haben wir uns in den Ärmelkanal gewagt! Hätte mir jemand prophezeit, dass dies passieren würde, hätte ich es nicht geglaubt, denn es ist schon echt erfrischend! Somit verrann der Tag mit in der Sonne liegen, lesen, dösen und lauter so schönen Sachen, bis es dann doch Zeit war etwas zu essen und uns für den Abend fertig zu machen. Ein kurzer Blick auf die Events, die in meinem Reiseführer standen, haben wir dann entschieden nach Pool zu dem Sommerbrize (incl. Feuerwerk über dem Hafen) zu gehen. Leider waren wir diesmal nicht ganz so vom Glück verfolgt und verpassten 90% des Feuerwerks, da wir zuerst am falschen ende des Hafens waren und dann keinen Parkplatz finden konnten! Wir haben uns aber den Abend natürlich nicht vermiesen lassen und haben noch kurz die Pub-Szene erkundet!
Am Freitag sollte die große Reise also ihren Lauf nehmen! Somit hieß es also aufbrechen zu unserem ersten Ziel: Lyme Regis (ca. 55 Meilen). Das nette Küsten-/Hafenstättchen ist bekannt für seinen Fossilienfunde und hat schon echt was mit seinem schönen Garten an der Promenade. Aber das Verweilen dauerte nicht allzu lange, denn nach einer kurzen Besichtigung des Zentrums sollte es schließlich nach Exeter (ca. 30meilen) weitergehen. Kaum hatten wir einen Parkplatz gefunden und wollten gerade loslaufen begann es doch zu regnen. Aber das sollte uns nicht stören, denn es waren die einzigen ca. 2h in denen es während der ganzen 5 Tage nicht super schön war. Außerdem war ein Besuch der Kathedrale St. Peters (Pflichtspende: 4Pfund) sowie das Besichtigen der modernen Innenstadt angesagt. Hierbei hat der Regen nicht gestört und bis wir mit den ganzen sehenswerten Punkten der Kirche fertig waren, war unser Regenschirm dann auch schon wieder arbeitslos! Somit wurde es also Zeit wieder aufzubrechen zu unserer Endstation für diesen Tag, Widecombe-in-the-Moor (Dorf im Dartmoor National Park) (ca. 24meilen). Auf dem Weg dorthin durften wir wilde Pferde, Kühe, Schafe sowie eine unglaublich schöne Landschaft mit den typischen Hecken und Steinmauern bewundern. Unser bester Freund der Reiseführer hat uns ein nette kleines B&B vorgeschlagen, bei dem wir glücklicherweise auch noch das letzte freie Zimmer abgreifen konnten. Nach einem kurzen Ausflug zu Fuß ins Moor (ganz schön schwierig sag ich da nur) haben wir uns dann noch in das Dorf (schon fast übertrieben für die 5-10 Häuser) aufgemacht um dort in dem urigen Pub „Old Inn“ unser Abendessen zu uns zu nehmen. Dieser war wirklich einen Besuch wert, denn sowohl die wild zusammengestellte Einrichtung von Tischen und Stühlen sowie das ganze Drumherum mit witzigen Sprüchen an der Wand und alten Töpfen und Pfannen waren einfach einmalig. Das Essen war lecker, das Bier ebenfalls und die Schafe mitten auf der „Straße“, die sich nicht vom Auto sondern durch die aussteigende Person endlich von dieser herunterbewegten waren auch witzig!
Nach einem englischen Frühstück für Klaus, Toast mit Butter für mich und einem super Blick über das Moor aus dem Frühstücksraum machten wir uns also wieder auf. Die Reise führt uns weiter durchs Dartmoor als erster nach Princetown (ca. 10meilen). In diesem größeren Dorf steht ein berühmt berüchtigtes Gefängnis. Uns hat es jedoch gereicht dieses kurz von außen zu betrachten und dann auch wieder das nicht wirklich schöne und ziemlich gut zum Gefängnis passende graue Dorf zu verlassen. Denn auf uns wartete schon die nächste Station, der Trewithen Garden in der Umgebung von Truro (ca. 67 Meilen). Dieser zeigte uns eine Vielfalt von Rhododendren- und Magnolienarten sowie seltene Bäume und Sträucher und auch dieser war wirklich einen Besuch wert! Eigentlich ist es ja nicht wirklich interessant eine Fahrt zu beschreiben, in diesem Fall jedoch möchte ich gern ein paar Worte darüber verlieren. Wie ihr ja wisst bin ich immer schön fleißig mit meinem Navi unterwegs. Die Straßen die wir sowohl im Moor als auch danach befahren haben kann man eigentlich nicht wirklich als solche Bezeichnen! Wir waren doch recht verwundert, dass das Navi diese überhaupt kannte, da Sie zeitenweise wirklich gerade noch so breit waren, dass mein Auto durchpasste, wir aber nicht einmal mehr die Möglichkeit hatten auszusteigen. Einmal ist es sogar passiert, dass durch einen Mini-Erdrutsch die Straße nicht mehr passierbar war und wir ein ganzes Stück rückwärts wieder herausfahren mussten (und das war nicht wirklich witzig!) Aber letztendlich hatten wir es dann doch zu unserer nächsten Station dem Kynance Cove (ca. 29 Meilen) mit einem überragenden Blick über die steile Felsküste und einem kleinen netten Strand. Und schon ging es auch wieder auf, ein letztes Mal für diesen Tag nach Penzance (ca. 25 Meilen). Dort suchten wir uns also zuerst eine Bleibe für die Nacht (auch hier nicht so wirklich einfach, da vieles schon ausgebucht war) und fanden ein ganz gut gelegenes nicht zu teures B&B in Innenstadt sowie Hafennähe. Da unsere Mägen dann doch ganz schön knurrten haben wir uns also nach kurzem Frischmachen auf die Suche nach einem Restaurante gemacht. Nach kurzem hatten wir auch wieder einen gut besuchten Pub mit relativ großer Fischkarte (was wir an diesem Tag favorisierten) gefunden und nach leckerem Essen und 2, 3,… Bier in der Stadt uns dann erschöpft aber sehr zufrieden ins Bett begeben!
Somit wurde es schneller als erwünscht Sonntagmorgen. Diesmal gab es wieder ausgiebiges englisches Frühstück für Klaus aber auch etwas mehr für mich, denn wir konnten am Vorabend einen Bestellzettel mit unseren Wünschen (für mich also zwei Croissant mit RICHTIGER Erdbeermarmelade) ausfüllen. Frisch gestärkt ging es dann also auf zum St. Michael´s Mount, der direkt in der Umgebung von Penzance ist. Etwas ab vom Schuss geparkt haben wir uns also am Strand entlang in dessen Richtung auf gemacht um die fast schon märchenhafte Kulisse auf uns wirken zu lassen. Die auf einem Granitfelsen stehende Kirche ist bei Ebbe zu Fuß zu erreichen, da jedoch gerade Flut war haben wir uns dazu entschlossen (auch wegen des super Wetters), es auf sich beruhen zu lassen und gleich Richtung Porthcurno (ca. 10 Meilen) aufzubrechen. Dort erwartete uns, wie im Reiseführer beschrieben, ein herrlicher Sandstrand (leider mussten wir diesen mit viel zu vielen anderen Besuchern teilen) nur dass zu der Karibikstimmung noch die Palmen fehlen und das Wasser doch 10 Grad zu kalt ist (was uns durch die Hitze nicht von zwei sehr kurzen Besuchen abhielt – auf der Tafel der Lifeguards stand 14-15°C)! Nach einem 4 h Aufenthalt (man muss ja überall immer schön für die Parkplätze zahlen) stand dann auch leider der Rückweg an. Diesmal übernahm Klaus das Steuer und schon ging es ab Richtung Bournemouth mit einem Zwischenstopp in Dorchester (ca. 176 Meilen). Dort gönnten wir uns im Judge Jeffrey´s (in einem Haus aus dem 15. Jahrhundert) unser italienisches Abendessen) bevor wir die Restlich ca. 29 Meilen zurücklegten. Dort angekommen vielen wir auch diesmal zufrieden ins Bett.
Letzter Tag – Montag! Unglaublich aber war! Da uns eine lange Abendreise bevorstand haben wir es uns gegönnt doch etwas länger zu schlafen und nach einem ausgiebig selbstgemachten Frühstück und dann ca. um die Mittagszeit aufgemacht in Richtung Epping (ca. 133 Meilen). Warum Epping? Dies ist die letzte Londoner-U-Bahn-Station ca. 20 min vor dem Stansted Flughafen. Da wir unseren letzten Tag nicht ganz verschwenden wollten hatten wir uns überlegt den Nachmittag in London zu verbringen. Nach langem überlegen, wie es wohl am besten ist in die Stadt zu kommen, haben wir also aus den vielen Möglichkeiten diese Herausgepickt. Nach einem gefunden Parkplatz und zwei Tickets für die Tube fanden wir uns also auf einer 45 min Fahrt in Richtung London Oxford-Circus wieder. Aber nicht das ihr jetzt wunder was denkt, denn Plan war nur den Abercrombie & Fitch Laden (Klaus Lieblingsklamottenmarke) zu besuchen. Inmitten der 1000 Menschen, die also aus und in die U-Bahn stürmten, bahnten wir also unseren Weg in Richtung Tageslicht (Meine ersten Eindrücke von London: unglaublich viele Menschen!!!) und auf die Suche nach dem A&F Shop. Dies war jedoch nicht so einfach, denn da wir an dem Ort wo dieser hätte sein sollen nichts finden konnten und uns zwei Leute zwar versicherten, dass er hier gleich um die Ecke sei wurden wir dann durch Zufall doch noch fündig! Warum wir Ihn nicht finden konnten? Ganz einfach, wenn man nach einem Schild sucht, dieses jedoch nicht vorhanden ist, läuft man schnell mal vorbei. Also Fakt war, dass der gute Laden einfach mal gar keinen Namen hatte (anscheinend nur für echte Insider). Aber wir hatten Ihn gefunden und haben uns prompt die zur Verfügung stehenden 2,5h darin aufgehalten (bedingt natürlich auch durch das ewige anstellen an den Kabinen L ) Somit mussten wir uns also nach einem kurzen Snack bei Subway´s also auch schon wieder in die U-Bahn begeben. Wieder in Epping angekommen hieß es dann also die letzten 17 Meilen zum Flughafen zurück zu legen.
Urplötzlich waren also die 5 Tage wie im Flug verrannt und ich musste mich wieder von Klaus verabschieden und meinen Heimweg alleine antreten. Somit endete also der Tag für uns beide ziemlich Zeitgleich, als wir beide um 23h (bzw. 00.00h deutsche Zeit) wieder in unseren Wohnungen angekommen sind!
Eine gigantische Zeit bedeutet natürlich gigantische Bilder:
Exeter
Dartmoor National Park
Old Inn in Widecombe-in-the-Moor
Trewithen Garden
Die übrigen wie immer im Online-Fotoalbum (jetzt umgestellt auf Picasa – wer Probleme damit hat, einfach melden, funktioniert jetzt doch etwas anders!)
Bis bald…

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