Sonntag, 7. Dezember 2008

Bristol: 28. - 30.11.08

Hallo Zusammen,

nach einer ziemlich stressigen Arbeitswoche, wollte ich es mir nicht nehmen lassen und die kurze Zeit vor Weihnachten noch ausnutzen und entschied mich einen weiteren längst überfälligen "Kurztrip" zu machen. Ein weiteres Mal zog es mich in das doch sehr ansehnliche Christchurch. Dort wartete auf mich, die im 11. Jahrhundert begonnene Pfarrkirche, die von ihren Dimensionen her schon fast an eine Kathedrale erinnert. Nach bezahlen meiner sogenannten "Spende" begutachtete ich also die verschiedensten Bauarten von sogenanntem romanischen Stil bis hin zu englischer Spätgotik sowie ein Taufbecken aus Purbeck Marmor und so einiges mehr. Leider hatte ich das Pech, dass es während meiner Besichtigung zu regnen begonnen und ich somit an keiner Führung auf den Turm mehr teilnehmen konnte. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, schließlich ist es ja gleich bei mir um die Ecke *lach*.

Die Hauptattraktion an diesem Wochenende sollte jedoch am Sonntag stattfinden, denn da machte ich mich auf die 2,5 h Fahrt nach Bristol. Vorbei an Salisbury, Wareham und Bath, erreichte ich also um die Mittagszeit mein Ziel und meinen ersten Anlaufpunkt, die SS Great Britain. Das erste propellergetriebene Dampfschiff der Welt, das den Atlantik überquerte, verrichtete 43 Jahre lang seinen Dienst als Fracht- und Passagierschiff. Mit nicht zu verschweigenden 12,95 Pfund erkaufte ich mir also ein Passengers´ Contract Ticket. Meine dort verbrachten etwas mehr als 2 Stunden verliefen folgendermaßen: Zu Beginn konnte man im sogenannten "Dry Deck" den Teil des Schiffes der eigentlich unter Wasser ist näher betrachten - wirklich eine nette Idee! Dann ging es weiter in ein Museum, in dem man verschiedene Zeitepochen der Schiffsgeschichte begutachten konnte (es gab sogar einige Animationen, wie selbst am Ruder stehen und versuchen in die richtige Richtung zu steuern *lach*). Zum Schluss ging es also auf das Schiff, wo man zwischen verschiedenen Audioguides wählen konnte. Ich entschied mich für die Empfehlung der Ausgabedame für einen Passagier dritter Klasse, der mir wären meiner Wanderung durch das Schiffsinnere so einige Geschichte zusätzlich zu der normalen Führung erzählte. (Zum Glück gelten die alten Regeln nicht mehr, denn sonst hätte ich als dritter Klasse Passagier mir z.B. die luxuriöse erste Klasse nicht ansehen können...) Somit hatten sich also der Eintritt doch gelohnt.

Da ich von dem Eisenschiff ziemlich eingenommen war, hieß es also die Agenda zu kürzen. Ich entschied mich gegen das Stadtzentrum mit Kathedrale und Museen für die Clifton Suspension Bridge. Die Hängebrücke über den Fluss Avon ist das Wahrzeichen der Stadt. Das Meisterwerk überspannt den Fluss in einer Höhe von knapp 80 Metern und ist mit ihren 210 Meter Länge doch filigran. Die zwischen 1831 und 1864 erbaute Brücke besteht zum Teil aus der alten Londoner Hungerford Bridge und ist wirklich beeindruckend. Nach einer, sich etwas schwierig gestalteten Suche (bedingt durch die Sperrung der Brücke) hatte ich es jedoch geschafft, konnte selbst Fuß auf die Brücke setzten und hatte somit einen unglaublich schönen Blick über Bristol. Am anderen Ende befand sich sogar ein Viewpoint, der es mir ermöglichte die Brücke in voller Größe abzulichten (was gar nicht so einfach ist!). Höchst beeindruckt machte ich mich also wieder auf dem Weg zurück (natürlich über die Brücke um alles noch einmal auf mich wirken zu lassen) und beim Auto angekommen also wieder auf den Heimweg. Nach der 3 h Rückfahrt, bedingt durch Stau in Bath und schlechterem Vorrankommen auf Landstraßen bei Nacht bin ich dann zwar erschöpft jedoch auch glücklich wieder in Bournemouth angekommen.

Auch diese Bilder sind schon im Onlinealbum zu sehen... lasst es also einfach mal auf euch wirken...

Bis bald...

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