Hallo Zusammen,
und wieder ein neues Wochenende mit neuen abgehakten "To-Do"Punkten auf meiner Liste. Wenn ihr euch wundert was ich mit Hampshire meine, hier die Erklärung. Hampshire ist die Nachbarschafts-Grafschaft von Dorset (zu der Bournemouth gehört) und besteht größtenteils aus Southampton, Portsmouth, New Forest und Winchester.
Und nicht zu vergessen das kleine Örtchen Portchester mit seinem Castle. Die Anlage gehört zu den best erhaltenen römischen Forts des nördlichen Europas und ist wirklich ansehnlich. Nach einem ersten Rundgang durch die äußeren Gemäuer, sowie dem außen Bereich direkt am Meer mit einem fabelhaften Blick auf Portsmouth ging es also in die Burg selbst, die nur einen kleinen Teil der ganzen Anlage darstellte. Geführt von meinem Audioguide wanderte ich also durch die damalige Zeit und ließ die alten Gemäuer auf mich wirken. Besonders beeindruckend war der Turm, mit seinen hohen Räumen, alten verblichenen Wandmalereien und der Geschichte eines Sträflings, der die vergangenen Tage in dem zum Gefängnis umfunktionierten Turm beschrieb. Einmalig war dabei auch die minimalistische Wendeltreppe, die einem den Weg zum Dach ermöglichte. Der Blick war einfach überwältigend.
Am Sonntag stand ebenfalls Hampshire auf meinem Plan und wieder eine Reise in eine längst vergangene Zeit. Ich machte mich also auf um den schon lange ausstehenden Besuch in Southampton anzugehen. Bereits beim ersten Trip nach Southampton (Fussi mit Klaus und Markus, wenn ihr euch erinnern könnt) musste ich feststellen, dass die Stadt nicht unbedingt die schönste ist. Nichts desto trotz, hat sie einen der bedeutendsten englischen Seehäfen, denn im Mittelalter schifften sich die Kreuzritter (unter anderem auch Richard Löwenherz) ein, später brachen die Pilgerväter mit der Mayflower in die "Neue Welt" auf und auch für die Titanic war Southampton der Ausgangspunkt zu ihrer tragischen Jungfernfahrt. Also definitiv ein Ort, den man gesehen haben muss! Bei den Docks geparkt war mein erstes Ziel ein Teil der alten Stadtmauer, dass ich bereits bei der Anfahrt erblickt hatte. Weiter ging es in das Maritime Museum. Das kleine, aber interessante Museum enthielt ein Modell der modernen Dockanlagen, Antriebsmaschinen einiger alter Dampfboote, natürlich einen großen Teil über das Schicksal der Titanic sowie ein Modell eines weiteren Ozeanriesen, der Queen Mary. Vorbei am Medieval Merchant´s House (einem der wenigen spätmittelalterlichen Fachwerkhäuser, dass renoviert nun das Leben einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie im Spätmittelalter darstellt - jedoch im Winter geschlossen hat) und somit zum ältesten Bauwerk von Southampton, der St Michael´s Church. Zum Abschluss schlenderte ich noch etwas an den alten Überresten der Stadtmauer entlang, sowie vorbei an einigen Fähren und schwubs, war die Zeit wieder verrannt und es wurde Zeit den Heimweg anzutreten.
Wie so oft, war es im Museum natürlich nicht erlaubt zu fotografieren, aber dafür habe ich sonst genug Bilder gemacht, die wie immer im Onlinealbum sind...
Bis bald...
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